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250 Expertenstimmen

In Deutschland und auf der ganzen Welt übt eine große Zahl von Wissenschaftlern, Ärzten und weiteren Experten Kritik am Umgang mit der Corona-Problematik durch Politik, Leitmedien und Aktivisten. Ihre Stimmen werden kaum gehört oder stark verzerrt wiedergegeben. Hier ist eine Liste mit über 250 Expertenaussagen zur Krise um den Coronavirus und ihren Folgen.

10 Antworten auf „250 Expertenstimmen“

Die Verängstigung der Bevölkerung, ihre Psychiatrisierung durch neurotische Zwangshandlungen ( Maskenpflicht, Waschzwang und Distanzierung) sind ein Verbrechen unserer Regierung. Wissenschaftler im weißen Kittel sind ihre willigen Helfer.
Besuchsverbote in Altersheimen gegen den Willen der zu pflegenden Menschen sind Vergewaltigungen.

Da ich Herrn Prof. Bhakdi überaus schätze – er war übrigens zu der Zeit als ich am Mainzer Uniklinikum arbeitete, einer der Direktoren – und ich ihn kenne, wenn auch leider nicht persönlich, sondern nur von Vorträgen, möchte ich hier meine Solidarität mit ihm bekunden.
Herr Prof. Dr. Drosten äußert sich überaus geringschätzig über seinen älteren, erfahreneren und auch weitaus öfter als er selbst in der internationalen Fachliteratur zitierten Kollegen wie folgt:
“Dass da sich irgendwo so ein Professor hinstellt in die Öffentlichkeit, ich bin auch Professor…“
(man beachte übrigens die subtile Korrektheit des Satzbaus, der Wortstellung und der Grammatik …den Rest kann man, wenn man möchte weiterlesen, das Interview ist dokumentiert).
Herr Prof. Bhakdi ist also “irgendwo so ein Professor, der sich hinstellt in die Öffentlichkeit…ei der Daus! …und damit soll dann wohl Schicht sein…
Der wissenschaftliche Dialog ist bedauerlicherweise derzeit nicht mehr wieder zu erkennen, seit Herr Prof. Dr. Drosten zum “Virenpapst” avanciert ist und päpstliche Dogmen verordnet anstatt sachlich mit kritischen Kollegen zu diskutieren.
Ebenfalls äußerst unerfreulich ist, wie zuzeit wissenschaftliche Veröffentlichungen falsch zitiert werden.
Ein Beispiel dafür, wie tendenziös und auch falsch aus der wissenschaftlichen Presse zitiert wird, ist der von Herrn Drosten überschwänglich gepriesene Herr Dr. Lauterbach, derzeit neben Herrn Prof. Drosten, Frau Dr. Merkel u.a., einer der tonangebendsten Lockdown-Apologeten. Er benutzt eine Studie des renommierten amerikanischen Epidemiologen und Biomathematikers Dr. Marc Lipsitch um weiterhin Kerosin ins Feuer der Corona-Panik zu gießen und hat dabei die Studie allem Anschein nach entweder gar nicht oder nur äußerst oberflächlich gelesen.
Dr. Lauterbach zitiert Dr. Lipsitch meiner Meinung nach “a little bit too biased” (ich bin von Natur aus eher diplomatisch veranlagt und vermeide deshalb einen anderen , wohl zutreffenderen, Ausdruck)
Dr. Marc Lipsitch entwickelt Computerprogramme zur Modellierung des Verlaufs von Pandemien und post-pandemischen Transmissions-Szenarien. Er stellt seine Modelle wertneutral dar und gibt niemals partikuläre Prognosen oder gar “Ratschläge” von sich. Vielmehr stellt er immer mehrere mögliche Prognosen vor, die aus seinen biomathematischen Modellen deduziert werden können und stellt es dem Leser anheim, sich sein eigenes Bild zu machen (So ist es auch richtig und so wollte Herr Prof. Bhakdi es ja auch machen, als er seinen –ignorierten Appell an Frau Dr. Merkel richtete))
In der Studie (Projecting the transmission dynamics of SARS-CoV-2 through the post-pandemic period, Lipsitch et al. Howard TH Chan School of Public Health, Boston, MA,USA; Pre-Print erschien im März 2020) auf welche sich Dr. Lauterbach bezieht, werden eine Reihe von MÖGLICHEN postpandemischen “Szenarien” vorgestellt. Ein Szenario zeigt keine weitere Welle, ein anderes kleinere “Wellchen”, wieder ein anderes zeigt einen biennalen Verlauf mit mehreren im 2-Jahres-Rhythmus stattfindenden Wellen, ein weiteres eine zweite Welle in vier Jahren usw. es sind insgesamt fünf MÖGLICHE Szenarien, die vorgestellt werden -daran besteht keinerlei Zweifel, wenn man dazu in der Lage ist eine wissenschaftliche Veröffentlichung aufmerksam zu lesen.
In der Studie findet sich im Abschnitt “Discussion” u. a. folgende Aussage (Hinweis: die Diskussion ist sehr detailreich und es finden sich dort zahlreiche andere Aussagen, Vergleiche mit andren Epidemien wie Influenza und Zika-Virus):
Hier die Übersetzung:
“Während eine langanhaltende Immunität dazu führen würde, dass sich die allgemeine Inzidenz verringern würde, wäre dadurch auch die Effizienz von Impfstudien herabgesetzt, wegen der sich daraus ergebenden niedrigeren Fallzahlen. In einer unserer Einschätzungen der Kontrollmaßnahmen während der Initialen Phase, nahmen wir an, dass eine mindestens zweijährige schützende Immunität nach einer SARS-CoV-2 Infektion erzeugt wird, jedoch MÜSSTEN EVENTUELL die sozialen Abstandsregeln verlängert werden FALLS eine Schützende Immunität wesentlich schneller verschwindet. ANDERERSEITS: Falls die serologischen Daten darauf hinweisen, dass es EINE HOHE ZAHL UNDOKUMENTIERTER ASYMPTOMATISCHER FÄLLE GIBT, welche ebenfalls eine (wie auch immer andauernde) schützende Immunität hinterlassen, DANN WÄREN WENIGER ABSTANDSREGELN ERFORDERLICH.”
Vor allem der letzte Satz sagt ja wohl das Gegenteil von dem aus, was Herr Dr. Lauterbach in der Lipsitch-Studie zu lesen geglaubt hat.
Inzwischen geht man davon aus, dass es eine sehr hohe Anzahl asymptomatischer Infizierter gibt und da es mittlerweile auch deutliche Hinweise darauf gibt, dass eine SARS-CoV-2 Infektion mit großer Wahrscheinlichkeit eine längere, wenn auch nicht geradezu extrem lange schützende Immunität von möglicherweise einem Jahr bis 85 Wochen hinterlässt , tritt also der letzte Teil des o. g. Zitats in Kraft.
Man braucht weitaus weniger an Abstands-Regeln!
(siehe hierzu auch: A systematic review of antibody mediated immunity to coronaviruses: antibody kinetics, correlates of protection, and association of antibody responses with severity of disease, Angkana T. Huang et al., Department of Biology, University of Florida, USA, Emerging Pathogens Institute, University of Florida, USA, medRxiv preprint)
(wäre das nicht der Fall, also wenn es nur eine schützende Immunität von ein paar Wochen oder wenigen Monaten gäbe, wäre übrigens die Entwicklung eines Impfstoffs Quatsch, denn eine Vakzinierung hinterlässt i. d. R. eine ähnlich lange schützende Immunität, wie eine überstandene Infektion, wobei man allerdings im Falle einer schützenden Immunität von ca. einem Jahr auch praktisch jedes Jahr impfen müsste: In Anbetracht der hohen Mutations- und Rekombinationsrate von SARS-CoV-2 ist ein Impfstoff allerdings im Grunde genommen nichts anderes als eine stetige, niemals versiegende Einnahmequelle für die Hersteller, denn es müssten immer wieder neue, angepasste Impfstoffe entwickelt werden um mit der Tatsache der ständigen Veränderungen der Zelloberflächenproteine (insbesondere des Spike-Proteins, aber auch der Proteine M und E) des Virus klarzukommen.
Weitaus sinnvoller wäre es, meiner Meinung g nach, den Focus auf mögliche Therapien, bei bestehenden komplizierten, u. U. mit viralen Pneumonien einhergehenden Verlaufsformen der Krankheit covid-19 zu legen, etwa durch Entwicklungen von Hemmstoffen der viralen RNA-abhängigen RNA-Polymerase oder Therapeutika, welche die Interaktion des viralen Fusionspeptids mit der zelloberflächenassoziierten Serinprotease TMPRSS2 beeinflussen.
Was ich ebenfalls nicht verstehe ist warum die Befunde von Dr. Ioannidis von der Stanford University einfach ignoriert werden und man weiterhin stur von einer Letalität von 2,5% oder wesentlich mehr ausgehen will, die Letalität beträgt nachgewiesenermaßen höchstens 0,2% (wahrscheinlich sogar eher weitaus weniger) und liegt damit im Bereich einer mittelschweren Grippeepidemie.
Ich bin selbst Wissenschaftler (Immunologe/Allergologe) und habe in hochrenommierten Jounals publiziert (u.a. im Journal of Clinical Investigation, European Journal of Immunology und Blood). Ich finde es entsetzlich wie derzeit falsch aus der biomedizinischen Fachliteratur zitiert wird und wie der einst sachlich geführte wissenschaftliche Dialog zu einem “Pfauenrad-Aufspann-Wettbewerb”, voller Anfeindungen, Diffamierungen und einem generell äußerst rüden “Platzhirsch-Gehabe” degeneriert.
Auch finde ich es geradezu infam, wie verdiente Wissenschaftler, wie z. B. Herr Prof. Dr. Sucharit Bakhdi und andere, in der Presse in die Nähe von Verschwörungstheoretikern manövriert werden (ABSURDITÄT PUR!). Ihm wurde u. a. vorgeworfen, er sei ja kein Virologe. Korrektur: Er hat auch wissenschaftlich an immunpathogenen Mechanismen bei viralen Infektionen gearbeitet, er ist promovierter, habilitierter und mehrfach ausgezeichneter Mikrobiologe und hat immer noch einen extrem hohen “Quotation Index”, Virologie ist ein Teil der Mikrobiologie.
Dr. Bhakdi HAT AHNUNG von Virologie und ist einer der exzellentesten Wissenschaftler dieses Landes, ob das Herrn Dr. Drosten und anderen nun passt oder nicht!
Ich bin weder Arzt, Politiker noch Ökonom, sondern Naturwissenschaftler, aber ich teile die Sorgen und Bedenken von Herrn Prof. Bhakdi, Hern Dr. Wodarg und Herrn Prof. Ioannidis, sowie vieler Führungskräfte der deutschen Wirtschaft und vieler anderer Menschen, die KEINE VERSCHWÖRUNGSTHEORETIKER sind,
Die Folgen des Lockdowns sind weitaus katastrophaler, auch und gerade unter dem Aspekt der Volksgesundheit betrachtet, als die medizinisch-biologischen Folgen der Pandemie selbst und die Maskenpflicht ist nichts weiter als ein sinnloses Gängelband.
Man muss übrigens kein Wissenschaftler sein, um zu erkennen, dass Armut und Massenarbeitslosigkeit mindestens genauso tödlich sind wie humanpathogene Betacoronaviren.
Da ich mittlerweile auch die kaum noch zu ertragenden, sichtlichen Kompetenzdefizite von Herrn Prof. Dr. Drosten wirklich so langsam satt zuguterletzt noch ein kleines „Schmankerl“ (sorry, wenn ich jetzt vielleicht ein klein wenig zu böse und sarkastisch rüberkomme):

Herr Prof. Dr. Drosten hat sich nicht nur bei der Schweinegrippe wissenschaftlich blamiert, sondern auch bei seiner damaligen Einschätzung eines Betacoronavirus, das gar nicht in Vergessenheit geraten musste, weil es sowieso niemals den Sprung in den Olymp der angeblich “tödlichen” Coronaviren geschafft hat und inzwischen so unsichtbar geworden ist wie die Grinse-Katze in Alice in Wonderland, nur das noch nicht einmal mehr ein Lächeln davon in der Luft herumschwebt.
Der Name des damals putativen “Todesvirus” lautet bzw. lautete einst “hCoV-EMC” alias “NCoV” alias “hBetaCoV 2c EMC/2012”.
Zitat von Herrn Prof. Dr. Drosten am 15.03.2013 Homepage Uni Bonn:
„Bei HCoV-EMC handelt es sich um ein neuartiges Coronavirus, das dem SARS-Virus ähnelt“, sagt Prof. Drosten. „Es ist zu befürchten, dass es sich auch nach Europa ausbreitet.“ Um dies zu beurteilen, fehlten jedoch wichtige Daten und Infektionszahlen, die in den betroffenen Ländern derzeit kaum erhoben werden.
Inzwischen hat man wohl eingesehen, dass ein Alarm wegen dieses Betacoronavirus allenfalls peinlich gewesen wäre.
“hCoV-EMC” hat seit 2012 lediglich circa 14 Personen infiziert (davon leider einige mit koinzidierenden letalen Ausgängen), man geht davon aus, dass es bei diesem Virus kaum zu Human-Human-Transmissionen kommt (möglicherweise wird es ausschließlich zoonotisch von Kamelen/Dromedaren auf Menschen übertragen, man weiß es nicht und es interessiert inzwischen auch niemanden mehr weil es kommerziell absolut uninteressant ist).
Dummerweise wurde es erst als eine eigene “neue” Coronavirenspezies klassifiziert, dies hat man inzwischen revidiert, es ist wohl nur ein Stamm von MERS-CoV und heißt jetzt “MERS-CoV-EMC-2012”
“hCoV-EMC” hat sich natürlich nicht nach Europa ausgebreitet, deswegen hat Herr Prof. Dr. Drosten es später auch tunlichst unterlassen, es auch nur ein einziges weiteres Mal zu erwähnen.
Des weiteren hat es keine große Ähnlichkeit mit SARS-CoV (außer, dass beide Betacoronaviren sind). Die genetische Struktur ähnelt mehr MERS-CoV als SARS-CoV bzw. SARS-CoV 2.
Es benutzt nicht ACE2 als Rezeptor, sondern, so wie MERS-CoV das Zelloberflächenprotein CD29 (DPP4) als Rezeptor um in die Zelle, die es infiziert, hineinzugelangen.
Wahrscheinlich hat jeder Post-Doc oder Doktorand in Dr. Drostens AG mehr Ahnung von der Materie als er selbst, was mich nicht sonderlich wundern würde, denn das ist oft so bei angeblichen wissenschaftlichen “Magnaten”. Es wäre besser, er würde in Zukunft seine Doktoranden öffentlich reden lassen.
Ich hoffe mein Kommentar war nicht zu lange und zu polemisch, aber ich musste mir mal einiges von der Seele schreiben.

Nachtrag/Korrektur: Ich hatte „Zelloberflächenproteine“ im Zusammenhang mit viralen Oberflächenproteinen geschrieben. Das war leider ein Fehler (sorry, ich hab’s schnell geschrieben und da passieren manchmal kleinere „Verschreiberle“). Selbstverständlich weiß ich, dass Viren keine Zellen sind, sondern nur von einem Capsid und ggf. einer Membran (die von der Wirtszelle stammt und in die virale Proteine eingebettet sind,) umgebene DNA-, RNA- oder Ribonucleoproteid- Partiklel sind. Autsch!! Naja, ich korrigiere mich wenigstens, wenn ich mal ’nen Patzer gelandet habe.

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Bhakdi,
Vielen Dank für Alles, was Sie für die Bürger dieses Landes getan haben, vielen Dank für Ihren Mut und ihr kompromissloses Engagement.

Das was sich zurzeit abspielt, ist meiner Meinung nach inzwischen ein eigendynamischer und extrem destruktiver soziopsychologischer und politischer Prozess. Die Folgen von diesem sind bereits jetzt katastrophal und sie werden noch weitaus schlimmer werden, sofern nicht dezidiert, durch couragierte Menschen wie Sie, gegengesteuert wird.

Ich bin kein „Verschwörungstheoretiker“. Dieser Prozess war weder von irgendwelchen ominösen „Finsterlingen“ im Voraus geplant noch war er sonst irgendwie beabsichtigt, sondern er ist „sui generis“ entstanden. Vermutlich in einer Art von Feedback-Schleife aus induzierter Angst, die sich aber gut in den Medien verkaufen ließ, so dass dann wieder mehr Angst induziert wurde….
Die Triebkräfte dieses autodynamischen Prozesses waren und sind immer noch selektierte und damit potentiell manipulative Bilder. Die Bilder, die uns allen in den Massenmedien präsentiert wurden, waren Bilder von intubierten und sedierten, invasiv Beatmeten, von Massenbeerdigungen in der Lombardei und in New York oder vom Corona Virus selbst als, eklige, tentakelige Stachelkugel.

Bilder sind immer trügerisch, denn sie zeigen nur momentane Ausschnitte der Realität, die leider viel zu komplex ist, um sie wirklich und objektiv zu erfassen. Reißerische, hochgradig emotionalisierte Texte und Kommentare sowie eine fast schon an Manie grenzende Heraufbeschwörung stets neuer oder wieder aufflammender angeblicher Gefahren (sofern die Reproduktionszahl mal um gerade mal eine winzige Promille ansteigt ist in manchen Medien gleich von einem „dramatischen Anstieg“ die Rede) ergänzten den panikinduzierenden Effekt der gezeigten Bilder.

Das Virus wurde zu einem Feind stilisiert, einem Feind dem man den „Krieg“ erklärte. Die rhetorischen Muster, welche dieses Feindbild in die Köpfe der Massen implantieren, waren und sind stark von der Sprache des Militärs beeinflusst („Krieg“, „der Gegner“, „Manöver“, „Taktik“, „Offensive“ etc.)
Der Prozess ist destruktiv und heimtückisch, weil Angst eine ansteckende soziopsychologische Krankheit ist, die bei den „Infizierten“ neben psychosomatischen Störungen auch massive „Verdummungssymptome“ auslöst.
Ich gehe nicht von irgendeiner, auch nur ansatzweisen a priori Absicht, diesen Prozess zu generieren aus, unsere Gesellschaft selbst hat ihn leider irgendwie erzeugt. Allerdings wurde möglicherweise mittlerweile eine gewisse Nützlichkeit dieses Prozesses von bestimmten Gruppierungen erkannt, und genau darin liegt die Gefahr.

Gefügigkeit der Bürger ist überaus nützlich für Regierungen. Auch in demokratischen politischen Systemen ist derzeit eine zu große intellektuelle Souveränität der Bürger manchen Politikern ein Dorn im Auge. Der Bürger der Zukunft soll offensichtlich möglichst „pflegeleicht“ sein, klaglos alles hinnehmen, was ihm „von oben“ diktiert wird, dankbar dafür sein, dass er ja -ach so kompetente und gute- Politiker und Experten hat, die ihm den „rechten Weg“ weisen.

Es ist erschreckend zu beobachten, wie die Menschen hier –aber auch anderswo- damit beginnen sich selbst als unmündige und schwache Wesen zu visualisieren. Wie sie nach und nach die Fähigkeit des selbstständigen kritischen Denkens zu verlieren scheinen.

Die Gesichtsmaske, die uns auf den Weg in eine Gesellschaft von gesichtslosen Un-Individuen geschickt hat, kann durchaus als eine Art „Test for obedience“ gewertet werden, auch wenn das hart klingen mag.
Es grenzt schon fast an Ironie, dass dabei der drohende „Gesichtsverlust“ der Politiker und Experten, mit einer allgemeinen „Gesichtslosigkeit“ der Bevölkerung abgewendet werden soll.
Letztgenannten geht es mittlerweile nur noch darum, ihr eigenes Gesicht zu wahren, Fehler einzugestehen, obwohl jeder Mensch Fehler begeht, ist für die Magnaten der politischen Bühne undenkbar. Vollkommenheit und Erhabenheit über jeden Zweifel ist deren conditio sine qua non.
Weiter Profiteure der Krise sind die Hersteller von Impfstoffen. Weltweit hat sich eine Art von Rallye um den ersten zugelassenen SARS-CoV 2 Impfstoff formiert. Die in die Entwicklung eines Corona-Vakzins involvierten Firmen nutzen dabei unglaublich vielfältige methodische Plattformen.

Ich weiß, dass Sie selbst das, was ich nun noch einmal aufliste, nur zu gut selbst wissen, ich schreibe es nur für eventuell interessierte Laien, die diesen Kommentar lesen, auf.

Es gibt grob betrachtet acht prinzipielle „Vakzin-Typen“ (es existieren noch andere Ansätze, aber die werden hier vernachlässigt):

1. sogenannte lebend attenuierte Virus Vakzine (Virus nicht tot aber „abgeschwächt“)

2. Totimpftoffe (abgetötete Viruspartikel).

3. DNA-Vakzine (rekombinante Virus-DNA, wie z.B. das Spike-Potein, wird in einem bakteriellen Plasmidvektor „verpackt“ wird injiziert, das Plasmid dringt in Zellen des Impflings ein, die DNA wird in das Genom des Impflings integriert und produziert dann virale Proteine, die auf der Zelloberfläche erscheinen und eine Immunantwort auslösen).

4. RNA-Vakzine (eine sogenannte messenger RNA (mRNA)), die für ein virales Protein codiert wird in die Zellen des Impflings eingeschleust, die RNA wird an Ribosomen translatiert und erzeugt in den Zellen des Impflings virale Proteine, die dann auf die Zelloberfläche gelangen und dort eine Immunantwort auslösen.

5. Replizierende virale Vektoren (man nimmt ein anderes Virus, welches so modifiziert wurde, dass es nicht mehr pathogen ist, z.B. ein Adenovirus und baut in dessen Genom Gene aus SARS-CoV 2 ein. Es „sieht“ dann für das Immunsystem „so aus“ wie ein Corona Virus, ist aber kein Corona Virus, sondern trägt nur Oberflächenproteine von letzterem, sozusagen ein als Corona Virus „verkleidetes“ anderes Virus). Dieses Virus repliziert (vermehrt) sich dann in den Zellen des Impflings und löst eine Immunantwort aus.

6. Nicht-replizierende virale Vektoren (das gleiche wie oben, nur dass sich hier das „Mimikry-Virus“ nicht vermehren kann).

7. „Virus-like-particles“ (man baut virale Proteine in künstliche kleine sphärische Partikel ein (die Partikel bestehen meistens aus küstlichen Lipidenund erinnern ein wenig an Liposomen)

8. Rekombinante Protein Vakzine (man injiziert virusfreie Proteine des Virus – bei SARS-CoV 2 wohl wahrscheinlich Fragmente des Spike-Proteins).

Derzeit werden sämtliche o. g. Ansätze zur Impfstoffentwicklung angewandt, mit einem zu beobachtenden starken Fokus auf Rekombinante Protein Vakzine und Replizierende virale Vektoren, aber auch sehr viele auf Nukleinsäuren (DNA/RNA) basierende Impfstoffe.
In der präklinischen Testphase dominieren zurzeit die Rekombinanten Virusproteine.
In Testphase 1 dominieren Nichtreplizierende virale Vektoren. (siehe: The COVID-19 vaccine development landscape, Thung Tan Le et al., Nature Reviews Drug Discovery 19, 305-306 (2020)

Wenn es einen Impfstoff geben wird (und das wird es) werden die Menschen wahrscheinlich Schlange stehen, um sich das Zeug in den Arm jagen zu lassen – wahrscheinlich wird vielen sogar egal sein welcher Typ Vakzin es dann ist.
Menschen, die sonst GMOs als Nahrung strikt ablehnen, werden bis dahin vermutlich so weit von den Medien und Politikeransprachen mental zurechtgestutzt sein, dass sie sogar eine Manipulation ihres eigenen Genoms in Kauf nehmen werden, aus Angst vor einem angeblichen „Killervirus“.

Leider preisen auch viele Wissenschaftler DNA und RNA basierte Impfstoffe als harmlose und vollkommen unbedenkliche Therapeutika an. Bei Mäusen mögen dies DNA/RNA Vakzine möglicherweise tatsächlich „harmlos“ sein.
Knockout-Mäuse, die kein Interleukin 10, kein TNF-alpha, kein IFN-gamma produzieren oder sogar solche, die B-Zell, CD4-T-Zell- oder CD8-T-Zell defizient sind, wie Sie ja wissen, auch absolut viabel . Man stelle sich aber mal einen Menschen vor, der defizient für wichtige Zytokine, B- oder T-Zellen ist. Ich möchte doch stark bezweifeln, dass ein solcher Mensch eine hohe Lebenserwartung hat oder phänoypisch gesund ist.

Bisher wurde noch niemals ein DNA-basiertes Vakzin für die Verwendung bei Menschen zugelassen, die Frage ob nun (auf sehr überstürzte bzw. forcierte Art und Weise) erstmals ein solcher Impfstoff zugelassen würde, ist meiner Meinung nach mit einem eindeutigen „JA“ zu beantworten.

Leider ist auch die Befürchtung, dass das eigentlich für Vakzine vorgeschriebene strenge 5-Phasen-Testverfahren der Zulassung zumindest teilweise „verzichtet“ werden wird, derzeit nicht ganz unbegründet. Forschung und Wissenschaft sind „hektischer“ geworden im Vergleich zu einst.

Eine strikte Befolgung dieses, zum Schutze des Patienten gedachten, 5-Phasen Testverfahrens, hätte zur Folge, dass es möglicherweise Jahre dauern würde, bis ein Impfstoff genehmigt werden könnte. Man will die Profite aber sobald wie möglich und man will sie um jeden Preis.

Die Zukunft medizinischer Ethik steht derzeit auf tönernen Füßen, genau wie die Demokratie.

Menschen denken

Im letzten meiner Kommentare zu „250 Expertenstimmen“ hatte ich ziemlich pessimistische Gedanken bezüglich einer möglichen „geistigen Zukunft“ der Bevölkerung diese Landes, ja sogar der gesamten Weltbevölkerung, artikuliert.
Ich war in großer Sorge, dass durch die medial verursachte Massenpanik, das zu beobachtende erschreckend konforme Verhalten vieler Menschen bezüglich des „von oben“ angeordneten Reglements (vor allem der „Maskenpflicht“) und die besorgniserregende scheinbare Kritiklosigkeit der meisten Menschen, möglicherweise ein neuer Typ Mensch entstehen könnte.
Der Alptraum eines 100% obrigkeitshörigen, „kritikfreien“, genormten „idealen Staatsbürgers“, eines Bewohners von George Orwells dystopischen „1984“.
Es ging mir sehr schlecht. So wie viele Menschen, begann ich damit, eine kleine Depression zu kultivieren und verbrachte viel Zeit daheim. Ich fing damit an, es zu hassen nach draußen zu gehen und mir dieses inszenierte „Weltuntergangsszenario“ anzusehen, mit maskentragenden Menschen überall, wo man nur hinschaut, mit den Beschilderungen, die überall auf die „Maskenpflicht“ und die „Abstandsregeln“ hinweisen, mit Menschen, die vor Supermärkten Schlange standen, bevor man sie endlich herein lässt.
Was mich letztendlich (genau genommen heute Nachmittag, am 19.06.2020) wieder optimistischer stimmte, war die Begegnung mit einem kleinen Kind und dessen Großmutter in einem öffentlichen Bus.
Ich saß, genau wie die anderen Fahrgäste Maske tragend, im Bus, als bei einer Haltestelle eine ältere Frau (offensichtlich die Großmutter) und ein kleines Mädchen, beide mit Maske, einstiegen. Die Kleine war sichtlich wenig erfreut darüber, dass ihre Oma ihr eine Maske angezogen hatte.
Beim Hinsetzen (die beiden saßen in einigem Abstand mir gegenüber) riss die Kleine sich in einem spontanen Akt der Befreiung die ungeliebte Maske herunter und stieß einen kleinen Jauchzer aus.
Es ergab sich folgender Dialog, den ich gleich anschließend protokolliert habe:

Mädchen: „SCHEISS-Maske!“
Oma: „Nicole, zieh dir sofort die Maske wieder auf!“
Nicole: „WIESO?!“
Oma: „Du musst eine tragen!“
Nicole(trotzig): „NEIN, Kinder müssen das nicht!“
Oma: „Du wirst bald sechs, ab Sechs musst du eine Maske tragen!“
Nicole: „Ich bin aber noch nicht sechs, und wenn ich sechs bin trag‘ ich auch keine Maske!“
Oma: „Du kriegst Corona!“
Nicole:“Krieg ich nicht!“
Oma: „Wenn du Corona kriegst ist das dein sicherer Tod!“
Nicole: „Quatsch!“
Oma: „Alle Menschen, die Corona kriegen, sterben!“
Nicole: „Tun sie nicht! Mama hat gesagt, die meisten merken das noch nicht einmal!“
Oma (schrill!): „Fräulein!!!“
Nicole(laut): „ICH BIN KEIN FRÄULEIN!!!“
Oma (genervt, ermattet): „Na gut, aber beschwer‘ dich nicht, wenn du Corona kriegst!“
Nicole: „Mach ich nicht! Krieg ich sowieso nicht!“

Menschen denken. Sie tun das von sich aus, weil sie Menschen sind. Selbst die vermeintlich „Dümmsten“ oder „Ungebildetsten“ und, wie man sieht, die „KLEINSTEN“ denken, weil es in der Natur des Menschen liegt zu denken. Manchmal sind sogar die „Ungebildeten“ klüger als die vermeintlich „Gebildeten“, und manchmal lehren uns Kinder Dinge, die Erwachsene uns nicht (mehr) lehren können.
Bereits vor mehr als 2300 Jahren bezeichnete Aristoteles den Menschen als „Zóon logon échon“, das „Wesen, das Sprache hat“. „Logon“ bedeutet in attischem Altgriechisch jedoch keinesfalls bloß „Sprache“ sondern weitaus mehr. Es bedeutet auch „Vernunft“, „Logik“, „Denken“.
Kein noch so brutales Regime hat es je vermocht diese wunderbare Eigenschaft des menschlichen Wesens auf Dauer komplett zu unterdrücken oder gar auszumerzen.
Mehr noch! Ist ein Prozess des Umdenkens einmal in die Wege geleitet, gibt es nichts, was dessen Ausbreitung noch verhindern kann, man kann ihn schlimmstenfalls etwas bremsen, aber ansonsten bewegt er sich weiter und weiter. Ohne auf irgendeine Form von relevantem Widerstand zu treffen fegt ein in Gang gekommener Umdenkprozess alles hinfort, was sich bis dato an Konventionen etabliert hatte, so wie eine frische Brise im Herbst das welke Laub von den Bäumen fegt.
Galileo widerrief zwar die von ihm herausgefundene Wahrheit über unser heliozentrisches Sonnensystem unter dem brutalen Druck der Inquisition, aber der Umdenkprozess war dennoch nicht mehr aufzuhalten.
Galileos Forschungsergebnisse und Gedanken waren bereits von vielen Menschen zur Kenntnis genommen worden, die mittelalterliche Inquisition, die päpstlichen Dogmen, der ganze religiöse Wahn des Mittelalters hatte keinerlei Chance mehr. Das mittelalterliche Denken verschwand und das „Zeitalter der Aufklärung“ begann, und das nur weil Menschen denken.
Ich weiß jetzt, dass der Augenblick kommen wird, an dem die Menschen hierzulande und überall auf der Welt, damit beginnen werden, dasjenige was sie derzeit an Gängeleien und Bevormundung ertragen müssen, massiv in Frage zu stellen.
An dem sie sich fragen werden (und zwar nicht nur wenige, sondern sehr, sehr viele), ob die „Bedrohung“ durch SARS-CoV 2 wirklich so ernst war, um die extremen Einschränkungen ihrer Freiheitsrechte, die Zerstörung wirtschaftlicher Strukturen, den ganzen angerichteten Schaden zu rechtfertigen.
Sie werden begreifen, dass Politiker und „Experten“ aufgrund von vollkommen falschen Einschätzungen und ohne geeignete Befunde handelten, und dass das Ganze ein gigantischer Fehlalarm war.
Ich hoffe auch, dass sie dann den Verantwortlichen für die angerichteten Schäden vergeben werden, denn Irren ist und bleibt menschlich.
Ich weiß, dass dieser Augenblick irgendwo in der Zukunft existiert und ich freue mich auf ihn.

Tönnies – der vorhersehbare Alptraum
Das jüngste extreme Infektionsgeschehen bei Europas größter Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück bei Gütersloh hat mich ehrlich gesagt zutiefst erschreckt. Dennoch denke ich, dass ein regionaler Lockdown im gesamten Kreis Gütersloh der falsche Weg wäre.
Wie man anhand meiner vorherigen Kommentare ersehen kann, gehöre ich zum Kreis der Lockdown-Skeptiker und halte, angesichts des derzeit rückläufigen Infektionsgeschehens, eine Aufrechterhaltung der Maskenpflicht und der Abstandsregeln für überflüssig.
An dieser Einstellung hat sich auch trotz des derzeit zu beobachtenden steilen Anstiegs der Reproduktionszahl nicht das Geringste geändert.
Zunächst einmal ein paar beruhigende (und auch wahre) Worte an diejenigen, die bei jedem Ansteigen der Reproduktionszahl gleich einen Nervenzusammenbruch bekommen (ich denke auf dieser Plattform wimmelt es nicht gerade von letzteren, aber sicher ist sicher):
Die Reproduktionszahl ist nicht dasjenige, was die meisten von ihr zu wissen glauben. Sie ist kein absolutes und unumstößliches Maß dafür, wie schlimm oder gut es aktuell mit dem allgemeinen Infektionsgeschehen steht.
Sie ist eine statistische Hilfsgröße und wie alle statistischen Größen/Hilfsgrößen sollte man sie mit äußerster Vorsicht „genießen“. Das Dilemma beginnt bereits damit, dass man um die sogenannte effektive Reproduktionszahl zu bestimmen (das ist mehr oder weniger diejenige, die täglich veröffentlicht wird), erst einmal eine sogenannte Basisreproduktionszahl festlegen muss, und das geschieht i. d. R. durch Schätzungen. Lesen wir einmal nach:
„Die Basisreproduktionszahl gibt an, wie viele Menschen von einer infektiösen Person durchschnittlich angesteckt werden, wenn kein Mitglied der Population gegenüber dem Erreger immun ist (suszeptible Population). Sie ist keine biologische Konstante für einen Erreger, da sie wesentlich auch von anderen Faktoren wie den Umweltbedingungen und dem Verhalten der infizierten Bevölkerung beeinflusst wird. Darüber hinaus werden -Werte in der Regel anhand mathematischer Modelle geschätzt, und die geschätzten Werte hängen dann vom verwendeten Modell und den Werten anderer Parameter ab. Es macht einen Unterschied, ob die Werte für die ganze Bevölkerung eines Landes erhoben werden und somit teilweise sehr grobe Durchschnittszahlen ermittelt werden oder nur ein Ausbruch in kleinerem Maßstab betrachtet wird….“ Aha!
Da ich hier unmöglich die wirklich sehr komplexen mathematischen Modellierungen vorstellen kann, verweise ich auf eine sehr anschauliche Darstellung im Internet (ein wenig Mathe braucht man zwar schon um es zu verstehen, aber es hält sich wirklich in Grenzen).
covid19-statistik.de Tutorial: Corona Reproduktionszahl DR. FLORIAN NILL, Stand 26.04.2020, Update 28.04.2020.

Auch das RKI hat in seinen Täglichen Lageberichten der letzten Tage in Anbetracht des stark angestiegenen R-Wertes explizit darauf hingewiesen, dass die aktuelle Erhöhungen der R-Zahl mit einem lokalen und lokalisierbaren Geschehen (d. h. im Werk Tönnies Rheda-Wiedenbrück) zusammenhängen und man daraus nicht auf eine erhöhte Infektionsgefahr im Allgemeinen schließen kann.
Wie sieht es denn nun mit der Infektiosität aus. Viele der hier aufgeführten Experten gehen von einer ähnlichen Ansteckungsgefahr, wie bei Influenza-Infektionen aus. Eine Ansicht, die ich teile.
Ein wichtiges Argument von Lockdown-Befürwortern war immer die angeblich exorbitant hohe Ansteckungsgefahr durch SARS-CoV 2, welche diejenige der Influenza um ein vielfaches übersteigen würde. Es gibt derzeit aber nur eine Handvoll Untersuchungen, welche die Transmission von SARS-CoV 2 mit derjenigen der Influenza vergleichen, weshalb ich mich frage, woher diese Menschen die Gewissheit nehmen wollen, mit der sie behaupten SARS-CoV 2 sei viel ansteckender als Influenza. Die wenigen Veröffentlichungen zu diesem Thema kommen übrigens zu dem Schluss, dass die Transmission wohl sehr ähnlich der Transmission bei Influenza sei. Eine der besten rezenten Publikationen zu diesem Thema ist meiner Meinung nach:
Aerosol and surface stability of HCoV-19 (SARS-CoV-2) compared to SARS-CoV-1
Neeltje van Doremalen et al. jetzt veröffentlicht in: The New England Journal of Medicine doi: 10.1056/NEJMc2004973
Kann man jetzt anhand der extrem hohen Ansteckungsrate unter Tönnies-Arbeitern darauf schließen, dass die Lockdown-Befürworter recht haben und SARS-CoV 2 DOCH ansteckender ist als Grippe???
Die Antwort ist ein klares NEIN, kann man nicht!
Die Umstände die zur rasanten Ausbreitung von SARS-CoV 2 unter Tönnies-Arbeitern geführt haben lassen sich in keinster Weise mit den Gegebenheiten des normalen Alltags der meisten Bundesbürger vergleichen.
1. Tönnies-Arbeiter arbeiten bei Temperaturen von 4°C-12°C (das ist etwa die Temperatur im Inneren eines Kühlschranks) und stehen dicht gedrängt nebeneinander (quasi Schulter an Schulter). Bei diesen Temperaturen und der gleichzeitigen hohen Luftfeuchtigkeit erhöht sich die ex vivo Überlebenszeit des Virus wahrscheinlich um ein vielfaches.
2. Die meisten Tönnies Arbeiter sind arme, ausgebeutete Menschen aus Osteuropa. Sie erhalten allerhöchstens den Mindestlohn für bis zu 12 Stunden Schwerstarbeit in „im Kühlschrank“ und zahlen zusätzlich noch horrende Summen für Arbeitskleidung, Transport und Unterkunft, so dass sie im Endeffekt höchstens 4,- lausige Euro pro Stunde verdienen. Sie frieren, sie atmen, da sie extrem dicht gepackt nebeneinander stehen, die Aerosole ihrer Nachbarn ein und haben bei auftretenden Krankheitssymptomen keine Zeit zum Arzt zu gehen (Oder Angst, denn oft wird der, der krank ist, postwendend gefeuert, weil diese Menschen keine richtigen Arbeitsverträge haben). Über schwerste gesundheitliche Probleme (u. a. bakterielle Pneumonien, schwere Schnittverletzungen mit Sepsis) bei diesen armen Seelen wurde bereits früher im Internet berichtet.
3. Sie sind in maroden Unterkünften mit 10-20 Personen pro Zimmer in abbruchreifen Häusern untergebracht, d. h. auch dort herrscht eine im Vergleich zur bundesdeutschen Normalität, extrem erhöhte Infektionsgefahr.
Dieser Alptraum des Daseins bleibt den meisten anderen Menschen in diesem Land gottseidank erspart. Das einzige, was man aus dem Tönnies-Zwischenfall lernen kann, ist dass die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Arbeitern in Fleischerei-Großbetrieben (Tönnies ist wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs)unbedingt verbessert werden müssen. Es kann nicht sein, dass sich „Fleischbarone“ auf die Kosten von ausgebeuteten und entwürdigten Arbeitern ein Milliardenvermögen zusammenverdienen. Das Problem ist schon lange bekannt und erst jetzt wird man großflächig darauf aufmerksam. Bleibt nur zu hoffen, dass die Zusagen von Politikern, hier jetzt endlich einmal Verbesserungen zu schaffen kein bloßes momentanes Lippenbekenntnis sind.

Video von Herrn Dr. Bodo Schiffmann
Anhand meiner vorherigen Kommentare, der Tatsache, dass ich mich als Befürworter/Unterstützer beim MWGFD eingetragen habe und anderer Kommentare (bei FOCUS-online, Spektrum und presse.online) kann man klar erkennen, dass ich zu den „Lockdown-Skeptikern“ gehöre, aber in diesem Fall muss ich leider feststellen, dass dasjenige, was Herr Dr. Schiffmann in seinem Video postuliert, wissenschaftlich nicht haltbar ist.
Eine unspezifische Hybridisierung von PCR-Primern und mit Sequenzen porciner oder boviner CoVs und daraus resultierende „false positives“, bei Anwendung des in Deutschland benutzten RT-PCR-Tests, ist äußerst unwahrscheinlich, im Grunde genommen sogar unmöglich. Der Test ist strikt SARS-CoV 2-spezifisch, da beißt die Maus einfach keinen Faden ab.
Der verwendete RT-PCR-Test weist drei (!!!) virale Gensequenzen nach, die allesamt hochspezifisch für SARS-CoV 2 RNA sind. Noch nicht einmal die vier anderen hCoVs (229E, HKU1, OC43, NL63) haben eine unspezifische Interaktion mit den verwendeten Primern oder der Taqman-Sonde gezeigt.
Die drei Amplicons des Tests sind Sequenzen im Gen für die virale RNA-abhängige-RNAPolymerase (RdRP), ein Gen für ein virales Oberflächenprotein (E) und ein Gen für das Ribonucleocapsid-Potein (N).
Der Test basiert auf der sogenannten Taqman-Methode, d. h. Der Testansatz enthält auch noch eine DNA-Sonde, die am 3‘-Ende einen Fluoreszenzmarker und am 5‘-Ende einen sogenannten „Quencher“ enthält, wodurch ein „Real-Time-Screening“ der Amplifikation ermöglicht wird.
Die einzige mögliche Ursache für false-positives bei solchen Tests sind Kontaminationen der verwendeten Reagenzien (der Alptraum eines jeden mit PCR-Methoden arbeitenden Molekularbiologen), aber das halte ich für ziemlich unwahrscheinlich.
Ich habe sehr lange mit allen möglichen PCR-Methoden gearbeitet (RT-PCR, qRT-PCR, mit Taqman, Molecular Beacons, Amplifuor) und kenne mich wirklich SEHR gut mit PCR-Assays und Analysen der unterschiedlichsten Art aus.
Fazit: Alle der über 1500 positiv Getesteten, waren mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit tatsächlich positiv für SARS-CoV 2-RNA.
Übrigens: Wie will Herr Dr. Schiffmann das denn überhaupt bewerkstelligen (selbst wenn er einen besseren, sprich spezifischeren, Test hätte)? Will er mit 10-20 Thermocyclern , einem ganzen Schwarm von TA‘s und etlichen Test-Kits nach Gütersloh fahren, oder wie soll das gehen???
Das wäre mit exorbitanten Kosten und einem unglaublichen organisatorischen Aufwand verbunden!
Die verhängten regionalen Lockdowns in Gütersloh und Warendorf halte ich dennoch für absolut falsch. Das Infektionsgeschehen ist präzise lokalisierbar, es waren fast ausschließlich Tönnies Mitarbeiter betroffen und dort wohl auch schwerpunktmäßig die in der Fleischzerteilung arbeitenden Mitarbeiter und es gab, wie sogar Herr Laschet einräumte, keinen nennenswerten „spill-over“ in die lokale Bevölkerung.
Dennoch Kitas und Schulen wieder zu schließen, Gruppen von mehr als 2 Personen in der Öffentlichkeit zu verbieten, Sportarten mit Körperkontakt zu untersagen und möglicherweise auch Geschäfte und andere Firmen dichtzumachen halte ich für überzogen, kontraproduktiv und sogar gefährlich. Der bis kürzlich praktizierte „Lockdow-light“ würde völlig ausreichen, und selbst diese Art von Lockdown ist eigentlich in Anbetracht des allgemein rückläufigen Infektionsgeschehens noch übertrieben und panikinduzierend.
Man sollte besser die menschenunwürdigen und infektions/transmissionsfördernden Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter in der Fleischverarbeitenden Branche grundlegend verbessern.

Nachtrag zum Thema DNA-Vakzinierung.
DNA-Vakzine werden derzeit leider von vielen Wissenschaftlern (vorzugsweise von solchen, die von Big Pahrma abhängig sind wie Föten von der Nabelschnur ihrer Mütter) als „vollkommen harmlose“ aber hochwirksame Vakzintypen angepriesen.
Wie gefährlich diese, äußerst blauäugige, Sichtweise ist kann man u. a. in folgendem Artikel im wohl renommiertesten aller Wissenschafts-Journals „Nature“ selbst überprüfen: „The dangers of DNA vaccination, NATURE MEDICINE – VOLUME 5 – NUMBER 2 – FEBRUARY 1999“.
Einige Textpassagen aus diesem, wirklich lesenswerten Artikel:
“After injection, some DNA may persist
and reach distant sites. Although the
amount of DNA uptake by distant cells is
not large, it is unlikely to be zero. Moreover,
DNA injected intravenously into pregnant
mice reaches fetuses. If after vaccination
DNA is taken up by fetal or germ-line cells,
immunological tolerance may be induced
in the progeny (and descendants) of the vaccinated
individual. In hepatitis B patients
infected at birth, neonatal tolerance plays
an important part in virus persistence.”
Des Weiteren werden bei DNA-Vakzinen die stärksten überhaupt bekannten Promotoren (das sind die Bereiche, die den eigentlichen genomischen Sequenzen vorgelagert sind und die die Transkription, bzw. die Stärke der Transkription regulieren) verwendet. Normalerweise (und das ist auch bei den für SARS-CoV 2 DNA-Vakzine der Fall) ist das der Cytomaglia-Virus-Enhancer-Promotor-Komplex. Dieser Promotor sorgt dafür, dass die eingeschleusten Gene quasi „auf Hochtour“ transkribiert werden.
Eine Überproduktion von Antigen kann einen gegenteiligen Effekt haben. Der Schuss geht komplett nach hinten los. Man nennt dieses Phänomen „High zone Tolerance“. Anstatt immun zu werden, würden dann die geimpften Individuen noch empfänglicher für eine Ansteckung und Krankheitssymptome würden exorbitant verstärkt werden! Auf diese Problematik wird auch in dem Nature-paper explizit hingewiesen.
Darüber hinaus können die DNA-Fragmente, die in den Vakzinen verwendet werden bei Schwangeren auch sogenannte neonatalen Stammzellen erreichen und infolge einer durch die verwendeten extrem starken Promotoren und die damit einhergehende übersteigerte Transkription, schwere Missbildungen bei den sich entwickelnden Föten auslösen. Es gibt unwiderlegbare experimentelle Befunde hierfür.
DNA-Vakzine wurden bislang noch niemals beim Menschen zugelassen, die Risiken wurden bislang als zu hoch eingeschätzt. Jetzt sieht es vollkommen anders aus. Im Zuge des globalen Wettlaufs unter den Big Pharma Unternehmens werden auch massiv DNA-Vakzine entwickelt und man kann davon ausgehen, dass die bislang gottseidank eher kritische Sichtweise dieser Vakzine bei den Gesundheitsbehörden aufgeweicht werden wird.
Ein Appell an alle verantwortungsbewusstenWissenschaftler: Sagen Sie klar und deutlich NEIN zu allen DNA-Vakzinen gegen SARS-CoV 2!

Noch etwas zur DNA-Vakzination
Diese Art der Impfung würde, schon vom Prozedere der Impfstoffapplikation her, ganz anders sein, als die Impfungen, welche die meisten Menschen kennen.
Man bekäme zunächst einmal den Impfstoff, der aus einem bakteriellen Plasmidvektor besteht, und in dem sich z. B. das Gen für das Spike-Protein von SARS-CoV 2 zusammen mit einem ebenfalls mittels rekombinanten Techniken hineingebrachten starken Promoter befindet (z. B. dem Cytomegalia-Virus-Enhancer-Promotor-Komplex), intramuskulär injiziert (wahrscheinlich mehrere Injektionen).
Da das Plasmid, welches die virale DNA in sich trägt aber nicht freiwillig in die Zellen übertritt, muss dann eine sogenannte Elektroporation durchgeführt werden.
Das heißt, anschließend bekäme man mit einem Gerät namens „Cellectra-Device TM“ einen oder ein paar kurze Stromschläge in den Muskel verpasst. Dadurch werden die Zellmembranen der Muskelfasern porös, und der Plasmidvektor kann hinein. Angeblich soll das nur wenig schmerzhaft sein (gut, wollen wir mal glauben).
Im Muskelgewebe gibt es sehr viele sogenannte „Professionelle Antigenpräsentierende Zellen = APCs, diese sind hauptsächlich interstitielle Makrophagen, welche eine wichtige Rolle bei der Proliferation von Myofibroblasten eine wichtige Rolle spielen. Die Muskelzellen sollen dann virale Proteine expimieren, diese auf ihrer Zelloberfläche MHCI/II abhängig den Makrophagen präsentieren und so eine Immunantwort gegen die viralen Proteine induzieren. Klingt nett, ist es aber ganz und gar nicht!
Die Wissenschaftler, die diese Methode als angeblich so „harmlos“ und „effizient“ propagieren, gehen davon aus, dass dabei die Plasmidvektoren ausschließlich in Muskelzellen gelangen und kein bisschen davon ins zirkulierende Blut gerät (wie naiv können gebildete Menschen denn eigentlich noch sein?). Außerdem gehen sie davon aus, dass die DNA des Plasmidvektors nicht in das Genom der Zellen integriert und dann dauerhaft exprimiert wird (noch naiver und gefährlicher!!!).
Falls doch Plasmidvektoren in die Blutzrikulation gelangen kann die DNA auch überall im Körper in alle möglichen anderen Zellen hineingelangen und dort fröhlich vor sich hin transkribiert werden.
An alle Wissenschaftler die glauben, DNA-Vakzine seien harmlos: Kocht ihr eigentlich noch überm Lagerfeuer oder habt ihr schon Öfen und Herde?
Übrigens: Die Hersteller des „Cellectra –Device“ rühren schon jetzt gewaltig die Werbetrommeln.
Welcome tot he Pleasure Dome…

Warum Massentests mathematisch-statistisch keinen Sinn ergeben und die Bevölkerung nur noch mehr verunsichern würden

In jüngster Zeit hört man nur allzu oft den Schrei nach Massentests. Am liebsten will man alle Einwohner testen lassen.

Dies ergibt keinen großen wissenschaftlichen Sinn und zwar aus folgendem sehr einfachen Grund, der auch für Nicht-Mathematiker einleuchtend ist:

Nehmen wir ruhig einmal an, dass die derzeit benutzten qRT-PCR-Tests mit etwa 0,8%-1% sogenannte false-positives ergeben. Das klingt zunächst einmal ganz gut, aber der Teufel steckt im Detail.

Ein false-positive macht für die Statistik aus einem Nichtinfizierten einen Infizierten. Nehmen wir weiter an, dass es viel mehr Nicht-Infizierte als Infizierte in der Bevölkerung gibt.

Gehen wir ferner ruhig einmal von 5% Infizierten und 95% aus (das ist wahrscheinlich eher zu hoch aber es ist ja nur eine Art von Gedankenexperiment.
Dann gäbe es 80.000.000 * 0,95 = 76.000.000 Nichtinfizierte in Deutschland. 0,8% von 78.000.000 macht 76.000.000 * 0,008 = 608.000 angeblich Infizierte, die in Wirklichkeit gar keine Infizierten sind.

Wenn nur 0,5% der Einwohner infiziert wären ergäben sich zusätzlich noch stolze 636.800 angeblich Infizierte, die in Wahrheit noch niemals ein einziges SARS-CoV 2 Partikel getroffen haben.

Dieser Trend, das die Statistik umso schlechter wird, je öfter getestet wird hat wahrscheinlich schon jetzt die Statistik vergiftet.

Fazit: Massentests liefern nichts anderes als falsche Statistiken, die die Massenpanik weiter schüren und ein gefundenes Fressen für alle Lockdown-Apologeten sind.

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